KirchKlang: STANZEN UND KEINTATEN - Ein Abend mit H. C. Artmann, Ernst Jandl und Friedrich Cerha

14. August 2026
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Altes Postamt Bad Ischl
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Datum
Freitag, 14. August 2026 um 19:30, Ende: 21:00
Veranstaltungsort
Altes Postamt Bad Ischl, Auböckplatz 4, 4820 Bad Ischl, Austria
Veranstalter
Orchester Wiener Akademie GesmbH

Alle Zeitangaben in der lokalen Zeitzone (Mitteleuropäische Zeit).

STANZEN UND KEINTATEN Ein Abend mit H. C. Artmann, Ernst Jandl und Friedrich Cerha Salon Post – Klang, Wort & Begegnung im Alten Postamt Freitag, 14. August 2026, 19.30 Uhr Altes Postamt, Bad Ischl –Programm– Friedrich CERHA: Keintaten I und II (Fassung für Bariton und Schrammelquartett) Ernst JANDL: Stanzen Gedichte von H. C. Artmann –Besetzung– Karl Markovics, Rezitation Günter Haumer, Bariton Attensam Quartett Dieser Abend führt Musik und Sprache in eine unmittelbare, spannungsreiche Begegnung. Mit Friedrich Cerhas KeintatenI und II, Ernst Jandls Stanzen und Gedichten von H. C. Artmann treten drei eigenwillige künstlerische Positionen in einen Dialog, der Sprache nicht vertont oder illustriert, sondern ihr klangliches, rhythmisches und strukturelles Potenzial freilegt. Im Jahr des 100. Geburtstags von Friedrich Cerha erhält dieser Dialog eine zusätzliche historische und künstlerische Tiefenschärfe. Cerhas Keintaten – hier in der Fassung für Bariton und Schrammelquartett – bewegen sich bewusst an der Grenze zwischen Gesang, Sprechen und Klang. Sie reagieren sensibel auf Sprachrhythmen, Pausen und Brüche. In enger Verwandtschaft dazu stehen Jandls Stanzen, deren formale Strenge, Witz und Präzision den musikalischen Gestus spiegeln und herausfordern. Die Gedichte von H. C. Artmann erweitern diesen Raum um eine weitere poetische Ebene, in der Sprachklang, Verfremdung und Imagination eine zentrale Rolle spielen. Gestaltet wird der Abend von Karl Markovics, dessen konzentrierte, rhythmisch genaue Rezitation literarischen Texten eine besondere Präsenz verleiht, sowie von Günter Haumer, der als Bariton zwischen Gesang und Sprachklang vermittelt. Das Attensam Quartett eröffnet mit seiner charakteristischen Klangfarbe einen Resonanzraum, in dem Wort und Musik einander schärfen, brechen und neu hörbar machen. In der Atmosphäre des Alten Postamts entsteht so ein Salon-Abend, der Sprache als Klangereignis erfahrbar macht – präzise, offen und von großer innerer Spannung.
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