Von Chromatik, Halbverminderten und Wellenbewegungen JKO PLAYS SEHNSUCHT

24 de abril de 2026
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Ehrbar Saal
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Fecha
viernes, 24 de abril de 2026, 19:30, Fin: 21:00
Lugar
Ehrbar Saal, Mühlgasse 30, 1040 Wien, Austria
Organizador
JungeKünsteOrchester

Todas las horas se muestran en la zona horaria local (hora de Europa central).

TOBIAS TREITNER Dirigent JungeKünsteOrchester

Programm RICHARD WAGNER Vorspiel zum 3. Akt aus „Lohengrin“ WWV 75 RICHARD WAGNER Vorspiel und „Isoldens Liebestod“ aus „Tristan und Isolde“, WWV 90 CLAUDE DEBUSSY Prèlude à l’après-midi d’un faune, L 86

– Pause –

CÉSAR FRANCK Symphonie in ré mineur, CFF 130

Vom brennenden Schwert Lohengrins zum erlöschenden Atem Isoldes, vom Traum des Fauns zur spirituellen Erfüllung bei Franck. Von einem Meilenstein der Operngeschichte zu seinen Auswirkungen auf die Musikgeschichte. Oft als „Droge“ bezeichnet, ist Richard Wagners Oper Tristan und Isolde ein Werk, das wie kaum ein zweites die Musikgeschichte beeinflusst hat. Die Tonalität wird darin an ihre Grenzen geführt, die Harmonik zum Ausdruck reiner Sehnsucht. Nicht nur die immer mehr voranschreitende Emanzipation der Chromatik, die stetig steigenden Wellenbewegungen, sondern auch das Mysterium des Tristanakkords sind es, mit denen Wagner die Spannung von verbotener Liebe und das damit verbundene Sehnen nach Erlösung – nicht zuletzt in der Transzendenz – zum Ausdruck bringt. Claude Debussy greift ebendiese kompositorischen Mittel weiter auf und erweckt so den Nachmittag eines liebeslustigen Fauns zum Leben. In César Francks einziger Sinfonie kulminiert all das zu einem Triptychon von religiöser Ektase und endlich zu spiritueller Erfüllung.