Aber jetzt ist Schluß mit dem Schweigen

April 30, 2026
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Solitär
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Date
Thursday, April 30, 2026 at 4:00 PM
Venue
Solitär, Mirabellplatz 1, 5020 Salzburg, Austria
Organizer
Universität Mozarteum

All times are shown in the local timezone (Central European Time).

„Aber jetzt Schluß mit dem Schweigen“ Konzert und Lesung im Andenken an Stefan und Lotte Zweig Donnerstag, 30.04.2026 | 16.00 -17.30 Uhr Solitär der Universität Mozarteum | Mirabellplatz 1 | 5020 Salzburg Texte von Stefan Zweig Lesung: Hermann Beil liest aus Die Welt von Gestern. Erinnerungen eines Europäers Musik von Viktor Ullmann, Belá Bartók und Olivier Messiaen David Alberman, Violine Martin Walch, Violine und Musikkonzeption Valentina Schachner-Nedherer, Klavier Das Stefan Zweig Haus/Stefan Zweig Zentrum und Literaturarchiv Salzburg an der Universität Salzburg lädt zu einer Gedenkfeier für Stefan und Lotte Zweig mit Lesung und Musik. Den Erben Stefan und Lotte Zweigs verdanken wir eine großzügige Schenkung von über 500 Briefen und Dokumenten, verbunden mit der Verpflichtung, Andenken und Erbe Zweigs zu bewahren und zu verbreiten. Als ein Zeichen der Verbundenheit wird ein Mitglied der Familie – der international renommierte Geiger David Alberman (London) – persönlich das musikalische Programm mitgestalten. Für Stefan Zweig als überzeugten Humanisten war Europa eine geistige Heimat – ein Kulturraum des Austauschs, der Toleranz und des Friedens. In seinem autobiographischen Erinnerungsbuch Die Welt von Gestern thematisiert Zweig den Zerfall alter Ordnungen sowie die politische Radikalisierung, die in der Machtergreifung der Nationalsozialisten und dem Zweiten Weltkrieg gipfelte. Das Werk ist nicht nur literarisches und historisches Dokument, sondern ist als Aufruf gegen Krieg und Faschismus und für ein kulturelles Miteinander auch heute von großer Bedeutung. Die Veranstaltung findet am Jahrestag der Salzburger Bücherverbrennung nach der nationalsozialistischen Machtübernahme vom 30. April 1938 statt, bei der auch Stefan Zweigs Bücher ins Feuer geworfen wurden. David Alberman, Großneffe von Stefan und Lotte Zweig, erhielt im Alter von sechzehn Jahren sein LRAM-Diplom an der Royal Academy of Music. Alberman war langjähriges Mitglied des Arditti-Quartetts mit über 200 Uraufführungen zeitgenössischer Musik, Konzertmeister im London Symphony Orchestra und trat als Solist unter anderem mit dem Orchestre de Lille, dem BBC National Orchestra of Wales und dem ORF Radio-Symphonieorchester in Wien auf. Hermann Beil war Chefdramaturg und Ko-Direktor des Wiener Burgtheaters und Chefdramaturg des Berliner Ensembles und von 2009 bis 2016 Präsident der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste und ist seit 2016 deren Ehrenpräsident. Zusammen mit Claus Peymann erhielt Beil den Berliner Theaterpreis, als erster Dramaturg den Deutschen Kritikerpreis, den Bochumer Theaterpreis und das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst. Martin Walch studierte bei Sándor Végh und Michael Schnitzler Violine und besuchte Meisterkurse bei Yehudi Menuhin und Nathan Milstein. Er ist Mitglied des Chamber Orchestra of Europe und gestaltet als Leiter des Merlin Ensemble Wien musikdramatische Projekte mit dem Dramaturgen und Regisseur Hermann Beil. Valentina Schachner-Nedherer, geboren in Bad Ischl, erhielt ihre Ausbildung bei Walter Erla (Violine) und bei Peter Brugger (Klavier) und studierte im Masterstudium bei Till Alexander Körber. Neben mehreren Auszeichnungen erhielt sie 2016 das Förderstipendium Soroptimist International Club Bad Ischl und war 2022 Teilnehmerin der Accademia del Ridotto bei Ayami Ikeba. Eine Kooperationsveranstaltung der Universität Salzburg/Stefan Zweig Haus, der Universität Mozarteum Salzburg und des Alumni Clubs der Universität Salzburg.
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